Der Missionarische Auftrag der Kirche

Am 12. März fand im Pfarreizentrum Reiden ein Podiumsgespräch zum Thema «Der missionarische Auftrag der Kirche» statt, welches von Mathias Mütel, Pastoralassistent, moderiert wurde. Die beiden Referenten Mario Stankovic, Fachverantwortlicher der Jugendpastoral der römisch-katholischen Landeskirche Luzern, und Martin Iten, ein Mitinitiant des Missionsmanifests, vertraten ihre teilweise gegensätzlichen Meinungen.

Das Missionsmanifest war dann auch das erste Thema der Diskussion. Iten legte dar, dass das Ziel sei, das Thema Mission wieder ins Zentrum des kirchlichen Tuns zu stellen. Stankovic hingegen störte sich u.a. an dem im Buch «Mission Manifest» immer wieder auftauchenden Begriff «Bekehrung». Für ihn bestehe die Mission der Kirche darin den Menschen zweckfrei zu begegnen. Es sollte auch kein eindeutiges Ziel festgelegt sein, weil sich in der Begegnung erst die Ziele ergeben sollen. Iten hingegen sagte, dass er die Begegnung mit Jesus, die sein Leben verändert hat und ihn durch die Höhen und Tiefen des Lebens trägt, weitergeben möchte, damit auch andere Menschen diese Erfahrungen machen dürften.

Stankovic kritisierte, dass mit diesem Ansatz nur ein sehr kleiner Anteil der Kirchenmitglieder angesprochen werde. Man müsse ergebnisoffen sein und sich auf die Vorstellungen, Bedürfnisse und spirituellen Ansätze der Mitmenschen einlassen, um relevant zu bleiben. Ziel der kirchlichen Jugendarbeit etwa sei es nicht Menschen zum Glauben und zur Kirche zu bringen, sondern ein Referenzpunkt für junge Menschen zu bleiben. Iten stimmte zu, dass es wichtig sei bei den Menschen zu sein und ihnen zuzuhören, ihm sei es aber wichtig, dass wir als Kirche auch wissen, was wir wollen und was wir anzubieten haben. Ihm komme die Kirche manchmal wie ein Fussballspiel ohne Tore vor, in dem jeder irgendwie spielt, aber keiner weiss, was eigentlich das Ziel ist.

Stankovic hingegen nutzte das Bild der Musik, um die zweckfreie Begegnung zu verdeutlichen: Zwei Menschen sprechen einen Ton und indem sich die beiden Töne begegnen, entsteht ein neuer Ton. Das sei aber nur möglich, wenn man ohne klare Ziele ins Gespräch gehe.

Dementsprechend darf auch der Religionsunterricht nicht indoktrinierend sein, etwa durch das Auswendiglernen von Gebeten. Der Religionsunterricht habe ohne ein gläubiges Fundament in der Familie sowieso keinen Sinn. Dass der Religionsunterricht nicht den Glauben vermitteln solle, fand Widerspruch aus dem Publikum und auch bei Iten. Letzterer bestätigte aber die zentrale Bedeutung der Familie für die Glaubensunterweisung. Er zitierte dazu Augustinus mit den Worten: «Das Leben der Eltern ist das Buch, in dem die Kinder lesen.»

Text: Joana Tinner und Priska Haas, Bild: Johannes Pickhardt


Der Gesang des NEWA-Ensembles verschmolz mit der Liturgie

Auch in diesem Jahr machte das NEWA-Ensemble aus St. Petersburg auf seiner Tour durch Europa wieder Halt im Wiggertal. Am Wochenende vom 09./10. März unterhielten die drei Profimusiker Olga Romanovskaja, Mezzo-Sopran, Olga Kozina, Sopran, und Boris Kozin, Bariton, die Gottesdienstbesucher in den Kirchen Wikon, Langnau, Richenthal und Reiden mit ihren russisch-orthodoxen Kirchenliedern auf beeindruckende Weise.

Kirchenmusik ist in den orthodoxen Kirchen mit wenigen Ausnahmen rein vokal. Die Gesänge haben einen besonderen Stellenwert in der Liturgie und sind eine Form des Gebets. Und so war der musikalische Anteil in den von Pastoralassistent Mathias Mütel gehaltenen Gottesdiensten ausgeprägter als sonst. Viele normalerweise gesprochene Elemente wie etwa das Glaubensbekenntnis wurden vom NEWA-Ensemble allein oder im Wechsel mit Mathias Mütel singend vorgetragen.

Ob dreistimmig, im Duett oder solistisch: Das NEWA-Ensemble verbreiteten mit seinen kraftvollen, meisterhaft nuancierten Stimmen die aussergewöhnliche Schönheit und Tiefe dieser Kirchengesänge, welche harmonisch mit der Liturgie verschmolzen.

Welcher Verzicht tut gut?
«Wir stehen am Anfang der Fastenzeit. Und da geht es vor allem auch darum, die alten Wege zu überprüfen, um sich neu auf Gott auszurichten. Und da kann es sehr hilfreich sein, dass auch der Gottesdienst mal ganz anders daherkommt», meinte Mathias Mütel. Weiter ermunterte er die Besucher, sich darüber Gedanken zu machen, welche Beziehungsstörungen zu Gott oder zu den Mitmenschen trennend wirken. Er sagte: «Schauen wir also in dieser Fastenzeit mal genau hin, welcher Verzicht unseren Beziehungen guttun würde. Ich wünsche uns allen eine gesegnete Fastenzeit, in der unsere Beziehung zu Gott und unseren Mitmenschen wächst.»

Mit grossem Applaus wurde das NEWA-Ensemble verabschiedet. In Langnau bot der anschliessende Apéro Gelegenheit, sich mit den Musikern auszutauschen.

Text und Bilder: Beatrix BIl


«Gemeinsam für starke Frauen. Gemeinsam für eine gerechte Welt»

Die diesjährige Kampagne von «Fastenopfer» «Brot für alle» und «Partner sein» stellt die Frage nach Frauenrechten in den Kontext des Rohstoffabbaus.

Das klingt erstmal weit weg, ist aber näher an uns dran, als uns lieb ist. So brauchen z.B. Smartphones Coltan, aber auch unsere Ernährung steht auf den Schultern derer, die in der sogenannten Dritten Welt die Roh-stoffe abbauen. Dabei wird kaum Rücksicht auf die Arbeitenden genommen.

 

 

Frauen fordern Rechte ein

Für Frauen ist die Situation besonders dramatisch. Sie haben kaum Zugang zu Informationen und wer-den weder von den Unternehmen, dem Staat, noch der eigenen Gemeinschaft in Entscheidungsprozesse miteinbezogen, obwohl sie von den Folgen meist am stärksten betroffen sind. Doch immer mehr Frauen wehren sich. Zunehmend fordern Akteurinnen selbstbewusst ihre Rechte ein, wehren sich gegen Menschenrechtsverletzungen, schliessen sich zusammen und stär-ken sich gegenseitig. Mit der diesjährigen Kampagne sollen sie darin unterstützt werden.

Fastenkalender 2019

Aufbruch in eine bessere Welt

Reisen und ankommen in der Fas-tenzeit. Im Fastenkalender finden Sie eine Auswahl an inspirierenden Ideen. Sie werden eingeladen in den kommenden 40 Tagen bis Ostern vor die Haustüre Ihres gewohnten Lebens zu treten, um sich auf eine Reise zu begeben.

Auf dem Gebiet unserer Pfarreien finden in dieser Zeit verschiedene Veranstaltungen statt, die die Öku-menische Kampagne der Hilfswerke unterstützen.

Schön, wenn Sie sich in der Fasten-zeit mit uns auf die Suche machen und die Kampagne mit der Teilnah-me an einer der Veranstaltungen oder einer Einzahlung mit dem Ein-zahlungsschein unterstützen, der dem Fastenkalender beigelegt ist. Vielen Dank.

In diesem Jahr werden wiederum keine Fastenopfer Unterlagen versandt. Alle Informationen finden Sie im Pfarreiblatt und auf unseren Websites:

www.pfarrei-langnau-richenthal.ch

www. pfarrei-reiden-wikon.ch

Die Fastenkalender und Opfer-täschlein werden in den Kirchen aufgelegt.

Ihr Seelsorgeteam

Ökumenischer Gottesdienst und «Zäme am Tisch»

Ökumenischer Gottesdienst: Sonntag, 17. März 2019, 11.00 den in der katholischen Kirche Reiden

Zäme am Tisch:                   Sonntag, 17. März 2019,11.30 bis 13.00

                                          Sonntag, 07. April 2019, 11.00 bis 13.00

                                          im Alters- und Pflegezentrum Feldheim Reiden

                                          Menü: Lasagne, kleiner Salat – den Preis dafür bestimmen Sie selbst.

                                          Der Erlös der beiden Mittagessen kommt je zur Hälfte dem

                                         «Fastenopfer» und «Brot für alle» zugute.    

Herzliche Einladung auch an die Pfarreien Langnau und Richenthal

 


Fasnachts Familien Gottesdienst in Langnau

Oh Fasnacht, Fasnacht, Fasnacht…so begrüssten Pfarradministrator Jarosław Płatuński und das Katecheten Team die vielen grossen und kleinen Gottesdienstbesucher in der Kirche Langnau. In diesem Familien­gottesdienst fanden neben Witz, Schabernack und Clown-Einlagen auch Besinnlichkeit und Gebete ihren Platz.

Die Freude und damit auch das Lachen als Ausdruck herzlicher Freude standen im Mittelpunkt der Botschaft von Jesu. Wenn wir lachen, singen und andere Menschen froh und glücklich machen, stehen wir auf Gottes Seite. Gott liebt das Lachen. Die Kinder vom Religionsunterricht zeigten mit den Symbolen Blume, Danke, Maske, und einem Luftballon, wie wir uns mit kleinen Dingen jeden Tag erfreuen können.

Im Anschluss an den Familiengottesdienst waren alle Besucher ganz herzlich eingeladen, zu Kaffee, Tee, Most und feinem Fasnachtsgebäck  - dies vor der Kirche und bei strahlendem Sonnenschein. Es war wiederum beste Gelegenheit, sich zu unterhalten und die Geselligkeit zu pflegen. 

Bericht: Helene Bühler


Die Mission des Malteserordens

Reihe: Impulse und Denkanstösse für missionarisches Kirche-Sein heute

Am 22. Januar ging in unserer Pfarreiengemeinschaft die Reihe «Impulse und Denkanstösse zu einem missionarischen Kirche-Sein heute» weiter. Zu Gast war Martin von Walterskirchen zu Wolfsthal, der Präsident des Souveränen Malteserordens in der Schweiz, mit dem Thema «die Mission des Malteserordens: Was tun die heutigen Mieter und früheren Besitzer der Kommende?»

Der Referent fragte zunächst, inwiefern das, was die Malteser machen, als Mission bezeichnet werden kann. Mission würde doch häufig als Zwangsbekehrungen mit Feuer und Schwert verstanden. Jedoch hatte von Walterskirchen den Flyer der Vortragsreihe studiert und von Martin Iten das Statement gefunden: «Mission und Christus zu begegnen bedeutet, den Menschen die Füsse zu waschen! In einer Haltung des Dienens sollen wir ihnen eine lebendige Begegnung mit Jesus Christus und seiner Kirche ermöglichen.» Mit diesem Satz könne sich der Malteserorden sehr gut identifizieren, da zu ihrem Grundcharisma die Pflege der Kranken gehört. Gemäss dem Motto des Ordens: «tuitio fidei et obsequium pauperum» soll der Einsatz für den Glaube durch den Dienst am Nächsten stattfinden.

Einblick in die Geschichte
Mit einer gelungenen und aussagekräftigen PowerPoint-Präsentation vermochte Martin von Walterskirchen einen spannenden Einblick in die Geschichte des Ordens und in die heutigen Tätigkeitsfelder zu liefern.
Der Ursprung des Ordens liegt im Mittelalter, als sich Muslime und Christen um die heiligen Stätten im Heiligen Land bekriegten. 1009 hatte der Kalif Al Hakim die Grabeskirche zerstört, die aber 1046 von Kaiser Konstantin von Konstantinopel wieder aufgebaut wurde. Der Orden ging aus einem Pilgerspital, das 1048 erstmalig Erwähnung findet, hervor, das Kaufleute aus Amalfi gestiftet hatten. Dieses Spital war Johannes dem Täufer geweiht. Hier liegt der Ursprung des Namens: Johanniter. Als Ordensgründer wird Gerhard Tonque (um 1040-1120) verehrt, der die Spitalbruderschaft und das Pilgerspital leitete, als der erste Kreuzzug Jerusalem eroberte. Unter seinem Nachfolger Raimund von Puy (1120-1160) vollzog sich der Wandel von einer Spitalbruderschaft zu einem geistlichen Ritterorden, der neben der Pflege und Beherbergung der Pilger auch den militärischen Schutz der Pilgerwege und -stätten zu seinen Aufgaben zählte.

Das heutige Wirken

Heute ist, ganz der Spiritualität des Ordens entsprechend, die Sorge für die Kranken die zentrale Aufgabe des Ordens. Dabei kommt es den Maltesern zu Gute, dass sie ein eigenes Völkerrechtssubjekt sind, das eigene Verträge mit solchen Staaten abschliesst, die die Souveränität des Ordens anerkennen. Durch sein authentisches Leben des Charismas kann sich der Orden eines grossen Wachstums erfreuen. Gab es 1961 dreitausend Mitglieder und zwanzig Priorate, so konnte der Orden 2018 13000 Mitglieder und 57 Priorate verzeichnen. Auch die diplomatischen Beziehungen erhöhten sich in dieser Zeit von 31 auf 107.

In der Schweiz gehören 230 Frauen und Männer dem Orden an. Hier wurde 1973/74 der Hospitaldienst gegründet, in dem tausend Freiwillige mitarbeiten. Hier werden Behinderte auf der Lourdes-Wallfahrt betreut, wie auch in Lausanne Kinder in der Villa Yoyo betreut werden. Die Malteser haben auch eine eigene Pfadi-Organisation und betreiben das Zentrum für Gesundheit und Hygiene «Point d'Eau» in Lausanne, das Projekt «Tischlein deck dich» in Basel und Zürich. Ebenso unterstützen sie ein Behindertenzentrum und Seniorenheime. Besondere Erwähnung verdient auch das Libanon-Projekt, das mobile Kliniken und ein Gesundheits- und Flüchtlingszentrum betreibt.

Verwandelnde Kraft
Martin von Walterskirchen zeigte auf, welch verwandelnde Kraft in solchen Einsätzen drinsteckt: «Die jungen Menschen kommen wie verwandelt zurück, denn sie sind in den betreuten Menschen Christus begegnet.»

Es war ein äusserst spannender Abend, an dem nach dem Vortrag im Podium und beim anschliessenden Apéro persönlich noch Rückfragen gestellt und spannende Diskussionen geführt werden konnten.

Text: Mathias Müttel

 


Chele för Chend

Am Sonntag, 27. Januar um 10.30 Uhr fand in der Kirche in Langnau die erste Feier unter dem Namen Chele för Chend statt. Das Vorbereitungsteam der Chenderfiir aus Langnau und Richenthal und der Sonntigsfiir aus Reiden haben sich zusammengeschlossen und bieten nun Feiern für Kinder unter dem Namen Chlele för Chend an. 

Am Sonntag richtete sich die Feier an Kinder im Alter vom drei bis sechs Jahren. Simone Studer und Luzia Haas erzählten eine Geschichte, sangen und beteten mit den Kindern.

Zum Schluss konnten alle bei Zopf und Sirup noch ein bisschen zusammen sein.

Die nächste Feier findet am 24. März um 10.50 Uhr im Pfarreizentrum Reiden statt und ist ausgerichtet für Kinder der ersten bis dritten Klasse.

Text und Bilder: Esther Hirsiger


«Du bist etwas Besonderes»

Am 13. Januar stand der Sonntagsgottesdienst in Reiden ganz im Zeichen jener Kinder, die vom Juli 2017 bis Juni 2018 in den Pfarreien Reiden, Langnau, Richenthal und Wikon getauft wurden.

Die Kinder und ihre Eltern, wurden zum Wortgottesdienst persönlich eingeladen. Eine von den Taufeltern gestaltete Muschel, durfte von der Pfarreigemeinschaft am Netz in der jeweiligen Kirche bewundert werden. Die Muschel, als Andenken an die Taufe, wurde den Kindern nun wieder zurückgegeben. Die Feier bot allen Besuchern die Möglichkeit, sich an die eigene Taufe zu erinnern.

Pastoralassistent Mathias Mütel beschrieb, welche Wichtigkeit Wasser für das Leben hat und welche Symbolik Wasser bei der Taufe hat. Er sagte: «In der Taufe werden wir reingewaschen. Nicht weil ein Baby schon was Schlimmes gemacht hätte, sondern deshalb, weil in der Welt auch viele schlimme Dinge passieren, in die wir einfach hineingeboren sind.» Er betonte, dass die Taufe somit immer Zusage und Ansporn sein soll, um aus den Strukturen des Bösen und Gemeinen auszubrechen, wo immer man diese entdeckt. Eine grundlegende Aussage des Glaubens und des Getauftseins ist es laut Mütel, darauf zu vertrauen, in Gott jemanden zu haben, zu dem man immer noch gehen kann, selbst wenn einem alle anderen abgeschrieben haben. Mathias Mütel endete mit den bereichernden Worten: «Genau das sagt Gott durch die Taufe zu jedem Einzelnen von uns: Du bist etwas Besonderes und aus Deinem Leben will ich etwas Grossartiges machen. Lassen wir uns darauf ein.»

Beim anschliessenden Apéro konnte man sich stärken und im Gespräch verweilen.

Text und Bilder: Beatrix Bill


Nachtwanderung der Ministranten aus Langnau und Richenthal

Von der Nachwanderung der Minis Langnau und Richenthal berichten Jolanda und Priska Haas.Ein besonderer Dank gilt Rahel Kunz, Jolanda Haas und Priska Haas, die zusammen mit Mathias Mütel den Anlass vorbereitet und durchgeführt haben.

Am Freitag, dem 14. Dezember 2018, hatten sich die Ministranten aus Langnau und Richenthal getroffen. Zuerst gab es einen Postenlauf, wo fleissig Punkte gesammelt wurden. Dabei mussten die Minis vor allem kreativ sein, zum Beispiel stellten sie mit ihrem Körper einen Gruppennamen dar, den sie sich zuvor ausgedacht hatten oder sie bauten mit Kapplasteinen  ein möglichst kreatives Objekt. Danach ging es zum sportlicheren Teil über. Die 24 Ministranten wurden in vier Gruppen aufgeteilt. Die vier Gruppen mussten insgesamt 200 Liegestützen machen und dann durften die Gruppen dem Leiterteam hinterherjagen, welches den Weg mit Pfeilen markiert hatte. Das letzte Stück zum Schallbrig wurde mit Fackeln zurückgelegt. Auf dem Schallbrig konnten sich die Ministranten mit Punsch und Marshmallows verpflegen. Die Ministranten konnten die Marshmallows über dem Feuer bräteln, das auch dazu diente sich aufzuwärmen. Nach dem fröhlichen Beisammensein gab es die Rangverkündigung vom Postenlauf und dann machten sich die Ministranten auch schon auf den Rückweg.

Wir freuen uns schon auf den nächsten Anlass!

Jolanda und Priska Haas


Universitätschor Stettin aus Polen sang im Sonntagsgottesdienst in der Kirche Langnau

Der Chor präsentiert Stücke aus seinem Konzertprogramm: «Es hat für Dich keinen Platz gegeben».

Foto: Walter Gassmann


Ein herzliches Vergelt’s Gott den Ordensschwestern der Marienburg

Am Fest Maria Empfängnis füllte sich die 1965 eingeweihte Kirche auf der Marienburg Wikon bis fast auf den letzten Platz. Über 100 Besucher versammelten sich im Abendgottesdienst, um mit Vertretern der Pfarrei und dem Kirchenrat Reiden-Wikon sowie der Gemeinde Wikon die Ordensschwestern des Benediktinerinnen Klosters zu verabschieden. Seit 1891 prägten die Dienste und das Wirken der Ordensschwestern nicht nur das Bild der Pfarrei und der Gemeinde, nein ihr Engagement erstreckte sich weit über die Dorfgrenzen hinaus. Nun heisst es Abschied nehmen. Ab Ende Februar 2019 wird Sarnen ihr neues Zuhause sein.

Wehmut lag in der Luft, als Pfarradministrator Jarosław Płatuński die Anwesenden begrüsste. Er sprach wohl vielen aus dem Herzen als er sagte: «Der Verlust von etwas Kostbarem, von etwas Liebgewonnenem hat ihr Recht und kann nicht übersprungen werden.»

So berichtete Pastoralassistent Mathias Mütel über die Geschichte des von der gebürtigen Wikonerin Sr. Maria Gertrud Leupi 1891 gegründeten Benediktinerinnenkloster auf der Marienburg. Mit dem klösterlichen Leben fiel auch der Startschuss für das Mädcheninstitut, in welchem junge Frauen aus der ganzen Schweiz ihre obligatorische Schulbildung abschlossen oder in Sprachkursen die deutsche Sprache erlernten. Dieses bis 2003 geführte Institut, wie auch die Schwesterngemeinschaft haben Wikon nachhaltig geprägt.

Gemeinderätin Michaela Tschuor faste weitere wichtige Eckdaten aus der Geschichte der Marienburg zusammen und erzählte von wunderbaren Erinnerungen an gemeinsame Erlebnisse. Wie etwa, als Schwester Benedikta als Kindergärtnerin tätig war oder als die schwere Urne ins Kloster getragen wurde, damit die Schwestern zur Abstimmung schreiten konnten.

Pfarradministrator Jarosław Płatuński bezog sich in seiner Ansprache auf Beispiele aus der Bibel, in denen Aufbruch und Neubeginn beschrieben wurden und betonte: « So sehr es nämlich einerseits zu unseren menschlichen Grundbedürfnissen gehört, sich im Vertrauten und Liebgewonnenen Sicherheit und Beheimatung zu verschaffen und Fremdem, Ungewohntem zu misstrauen, so sehr mutet uns andererseits unser Glaube zu, wachsam die Zeichen der Zeit zu bedenken, offen zu sein für neue Herausforderungen und mutig den scheinbaren Halt im Gewohnten loszulassen, weil wir wissen, dass letztlich nur Gott uns Halt geben kann.»

Von allen Seiten wünschte man den Benediktinerinnen einen gesegneten Neuanfang in Sarnen.

Einen musikalischen Höhepunkt im Gottesdienst setzten Manuela Baumgärtner mit ihrem Gesang, begleitet von Bruno Kaufmann an der Orgel.

Zum Schluss bedankte sich die sichtlich berührte Priorin für die wertschätzenden Worte aller Redner, die Geschenke und den feierlichen Gottesdienst. Als Geschenk erhielten die Ordensschwestern eine Fotografie der Kirche Wikon, das Wikoner Wappen und ein Gästebuch.

Beim Anschliessenden Apéro wurden noch viele schöne Erinnerungen ausgetauscht und Eintragungen ins Gästebuch geschrieben. Was die Zukunft der Marienburg bringt, ist noch offen.

Text und Bilder: Beatrix Bill