Impressionen Schulschlussfeier


Änderungen in den Pfarreien ab August 2019

Nach diversen Gesprächen zwischen den Kirchenräten des zukünftigen Pastoralraums und der Regionalleitung des Bistums haben wir folgende Lösung gefunden:

Ab August wird der 46-jährige Priester  Godwin Ukatu aus Nigeria in den Pfarreien Langnau, Richenthal und Pfaffnau-Roggliswil wirken. Seinen Wohnsitz wird er im Pfarrhof Pfaffnau beziehen.

Pfarrer Andreas Gschwind wird Godwin Ukatu bis Mitte August unterstützen und einarbeiten.

Von September 2019 bis April 2020 übernimmt die Theologin Brigitte Glur-Schüpfer aus Meggen die pastorale Leitung der drei Pfarreien und teilt sich gemeinsam mit Godwin Ukatu die seelsorgerischen Aufgaben.

Pfarradministrator Jarosław Płatuński ist weiterhin für die Pfarrei Reiden-Wikon zuständig.

 

Herzlich Willkommen Frau Glur, herzlich Willkommen Herr Ukatu!

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen. Es ist schön, dass Sie unsere Pfarreien in die gemeinsame Zukunft begleiten.

 

Auf ein  frohes, lebendiges Miteinander  in den Pfarreien  und im  zukünftigen Pastoralraum.

 

Kirchenräte der Kirchgemeinden Langnau, Richenthal, Reiden-Wikon, St. Urban, und Pfaffnau-Roggliswil


Dreissig Rosen für dreissig Jahre

 

Vreni Vogel war in den letzten dreissig Jahren als Katechetin in den Pfarreien Richenthal und Langnau tätig. Dies wurde im Vorabendgottesdienst am 22. Juni in Richenthal gefeiert, musikalisch begleitet von einem Flötenensemble und den Orgelklängen von Monika Luternauer. 

Viele Kinder unterrichtete Vreni in diesen Jahren im Religionsunterricht, darunter 250 Erstkommunikanten und 350 Firmlinge. Stellvertretend für all diese, überbrachten die im Gottesdienst anwesenden Kinder ihr dreissig Rosen.

Kirchenratspräsident Toni Häfliger bedankte sich im Namen der Kirchenräte Richenthal und Langnau bei Vreni für die geleistete Arbeit und überreichte ihr eine Herzschale. Vier Schülerinnen aus Richenthal und Religionspädagoge Johannes Pickhardt gaben ihr mit einer Landkarte, einem Besen, einem alten Handy, einem Kochlöffel und einer Schere Ideen, wie sie die nun gewonnene Zeit im Ruhestand nützen kann. Auch Helene Bühler sprach Vreni im Namen des Katechetenteams ein rüdiges Dankeschön aus. Pfarradministrator Jaroslaw Platuński, der neun Jahre mit ihr zusammenarbeitete, bedankte sich für diese gute Zusammenarbeit und wünschte ihr Gottes Segen für die Zukunft.

Zum Schluss gehörte das Wort Vreni Vogel, welche sich sichtlich berührt an die Gottesdienstbesucher wandte und sich bei allen bedankte. Besonders freute sie sich über die vielen Jugendlichen, welche im Gottesdienst anwesend waren.

Zum anschliessenden Apéro und einer Bratwurst mit Brot waren alle herzlich eingeladen. Dies bot die Gelegenheit, den schönen Sommerabend gemeinsam ausklingen zu lassen.

Foto: Judith Schwizer, Bericht: Esther Hirsiger


Minigolf mit den Ministranten, 14.06.2019

Die Ministranten sind von der Langnauer Kirche bis zum Minigolfplatz in Dagmersellen marchiert und haben dort ihren Ausflug genossen. Rahel Kunz eroberte den 1.Platz mit 47 Punkten. Später gab es im Restaurant für alle eine feine Eiskugel.

Bericht Maria Gjinaj


Feierlicher Abschied von Pastoralassistent Mathias Mütel

Im Vorabendgottesdienst vom Samstag, 15. Juni in Langnau nahmen die Pfarreien Langnau und Richenthal Abschied von Mathias Mütel, welcher in den letzten vier Jahren als Pastoralassistent in den Pfarreien tätig war.

Im feierlichen Gottesdienst, welcher vom Kirchenchor Richenthal umrahmt wurde, erzählte Mathias Mütel vom positiven Kulturschock, welcher er damals als Stadtkind erlebte, als er ins Pfarrhaus im ländlichen Langnau zog. Wie er und seine Familie herzlich aufgenommen wurden und wie viel er von den Leuten, besonders von den Minis und im Religionsunterricht von den Jugendlichen lernen durfte.

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge schaut er dankbar zurück auf die vielen schönen Begegnungen und die tiefgründigen Gespräche, die er erleben durfte.

„Ich hoffe, dass wir weiterhin miteinander verbunden bleiben, sei es bei der Kommunion, im Gebet oder von Angesicht zu Angesicht“, sagte Mathias Mütel in seiner Predigt.

Zum Schluss bedankte sich Kirchenratspräsidentin Margrit Kunz im Namen der Kirchenräte Langnau und Richenthal bei Mathias Mütel und übergab ihm ein Geschenk, bevor sie das Wort den Ministranten übergab.

Mit einem Rückblick auf die Minianlässe der vergangenen vier Jahre bedankten auch sie sich und überreichten ihm eine Girlande aus Wimpeln, welche von den Minis gestaltet wurden und einem Fotobuch als Erinnerung.

Nun überwog doch das weinende Auge.

Der anschliessende Apéro sorgte für das körperliche und seelische Wohlbefinden.

 

Bilder: Judith Schwizer, Text: Esther Hirsiger


Ausflug der Erstkommunionkinder, 5. Juni 2019

Staunen – Erleben – Geniessen. Nach diesem Motto waren 32 Erstkommunionkinder von Reiden, Langnau und Richenthal für einen gemeinsamen Ausflug eingeladen.

Die Kinder stiegen ins Postauto in Richenthal, Langnau und Reiden, das sie sicher nach St. Urban führte. Das Ziel war eine Besichtigung der imposanten Klosterkirche, unter der kompetenten Führung von Franz Kunz. Zur Einführung erzählte er über die Geschichte der barocken Klosterkirche, die vor gut 300 Jahren (1711- 1715) erbaut wurde. Mit grossem Interesse verfolgten die Kinder die Führung und entdeckten auch viele kunstvolle Gegenstände. Schon bald wurden die Kinder auf eine amüsante Schatzsuche geschickt. Die Ansicht vom Chorgestühl, der Orgel, vom Hochaltar, dem Chorgitter, etc. lösten grosses Staunen, aber auch Begeisterung aus.
Zudem erzählte der fachkundige Führer in humorvoller Art immer wieder sehr interessante Details, so auch über das Mönchsleben. Weiter durften wir einen Einblick in die eindrückliche Bibliothek nehmen. Als krönender Abschluss durften wir durch die Galerie und durch das spezielle Treppenhaus zum Ausgang gelangen.
Nach der Führung war eine Pause in der wundervoll gestalteten Gartenanlage angesagt. Bei strahlendem Sonnenschein konnte ein feines Zvieri genossen werden - die wohlverdiente Glace durfte natürlich nicht fehlen – zur grossen Freude der Kinder!
Nach der Rast und dem Verweilen im Park machten wir uns auf den Heimweg – inklusive vielen Eindrücken im «Rucksack» und einem Strahlen im Gesicht.

Vreni Vogel, Richenthal und Helene Bühler, Langnau, Katechetinnen


Menschen in ihrer Würde ernst nehmen

 

In den Gottesdiensten vom 01./02. Juni in Langnau, Reiden, Richenthal und Wikon begrüsste Pastoralassistent Mathias Mütel als Gast Franz Zemp, Seelsorger Verein Kirchliche Gassenarbeit. In seiner Ansprache erzählte er auf eindrückliche Weise über das Wirken des Vereins und seine persönlichen Erfahrungen als Seelsorger in der Gassenarbeit.

Die Aufgaben der kirchlichen Gassenarbeit gehen auf die kirchliche Gründung durch Sepp Riedener zurück. Er hat den diakonischen Auftrag, den die Bibel gibt, umgesetzt und ernst gemacht mit der Idee, was Jesus wollte und mit seinem Leben skizzierte. Liebe, die uns verbindet und Liebe, die in allen ist. Die Philosophie des Vereins Kirchliche Gassenarbeit ist dieselbe geblieben. In allen Betrieben der Gassenarbeit, die inzwischen über 30 Jahre besteht, gilt die Haltung, die Menschen in ihrer Würde ernst zu nehmen. Im Rahmen der 4-Säulen-Drogenpolitik unterhält der Verein Kirchliche Gassenarbeit Betriebe im Bereich der Schadensminderung. Zur Gassenarbeit gehören folgende Betriebe: GasseChuchi, K+A (Kontakt- und Anlaufstelle), Schalter 20, Aufsuchende Sozialarbeit, Paradiesgässli und Seelsorge.

Als Seelsorger in der Gassenarbei
Schaut Franz Zemp aber in die Welt, dann sieht er mehr Abgrenzung als Verbundenheit. Ausschluss aus der Familie, Einsamkeit, Stigmatisierung durch die Öffentlichkeit, das sind tägliche Erfahrungen von Ausgrenzung von Armut- und Suchtbetroffenen Menschen. Hinzu kommen Schuldgefühle, nicht genügen, erfolglose Drogenentzüge und Enttäuschungen, die an den einzelnen Personen nagen. In seiner Arbeit als Seelsorger der Gassenarbeit begegnet er den Betroffenen mit Würde, indem er mit ihnen Dialoge auf Augenhöhe führt, nicht voreingenommen ist, nicht verurteilt, sondern ihr Unvermögen, ihr Scheitern, ihre Abstürze ernst nimmt. Anhand einzelner Schicksale zeigte er den Gottesdienstbesucher auf, wie bedeutungsvoll es ist, die christliche Herausforderung anzunehmen und alle Menschen in der gottgegebenen Würde zu achten. Er sagte: «Die jesuanische Haltung beinhaltet die Möglichkeit und Fähigkeit, trotz der rasanten Entwicklung und Hektik der neuen Welt, berührbar zu bleiben, offen und sensibel für die vielen Tränen der ausgeschlossenen Menschen. Ich wünsche mir, dass die Gott-Mensch verbindende Liebe konsequenter umgesetzt wird.»

Text und Bilder: Beatrix Bill


Göttlicher Gedanke von Saat und Ernte

Viele Menschen machen sich seit Jahrhunderten jedes Jahr auf den Weg, um bei den Bittgängen Gott um gedeihliches Wetter und eine gute Ernte zu bitten. Das Gesetz von Saat und Ernte ist ein göttlicher Gedanke und gilt nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch im täglichen Leben. Saat, welche laufend gesät wird, sind die Worte, Gedanken, Taten und Lebenssätze jedes einzelnen Menschen. Pfarreiangehörige aus Langnau, Reiden, Richenthal und Wikon starteten ihre Bittgänge am frühen Abend vor Christi Himmelfahrt bei den Kirchen Reiden und Richenthal und beendeten diese mit einem gemeinsamen Gottesdienst in Langnau.

Der Bittgang von Reiden aus, wurde von Pastoralassistent Mathias Mütel geleitet. Bei drei Stationen wurden Anliegen, Wünsche und Hoffnungen in Fürbitten, Gebeten und Liedern zum Ausdruck gebracht. Mathias Mütel betonte dabei: «Beten sollen wir mit dem ganzen Körper. Mit unserem Mund, dem Herzen, den Augen und den Beinen.»

Im gemeinsamen Gottesdienst in Langnau wurden die Bittgänger auch von Pfarradministrator Jarosław Płatuński begrüsst. Er stand der Eucharistiefeier vor. Pastoralassistent Mütel baute seine Ansprache auf den Punkten «Soziale Sicherheit und Glaubensschwund», «Dankbarkeit» und «Perspektive des Himmels» auf. Im letzten Punkt beschrieb er den Himmel als die Sphäre Gottes, jenseits von Zeit und Raum, als die Dimension der Wirklichkeit Gottes, von der aus Gott in allem Leben wirksam ist. Himmel ist eine Lebensweise und Perspektive auf die Wirklichkeit. Er sagte: «Wenn Jesus in den Himmel eingeht, dann holt er diesen gleichzeitig in unser menschliches Dasein. Jedes Gespräch, jedes Lächeln, jedes liebe Wort, jeder Moment hat aus der Himmelsperspektive heraus betrachtet eine ewige Bedeutung und ist aufgehoben in der ewigen Liebe Gottes.»

Im Anschluss konnten sich die Gottesdienstbesucher am Spaghettiplausch der Frauensportgruppe Langnau im Pfarrsaal verköstigen lassen.

 

Text und Bilder: Beatrix Bill


Unser tägliches Brot gib uns heute

Am Sonntag, 26. Mai um 9 Uhr fand in Langnau der Familien Gottesdienst zum Thema "Unser tägliches Brot gib uns heute" statt. Schülerinnen und Schüler aus Richenthal gestalteten zusammen mit Vreni Vogel den Gottesdienst.


Pfarreien Wallfahrt ins Kloster Engelberg

Am Samstag, 25. Mai begrüsste Pastoralassistent Mathias Mütel 43 Teilnehmer aus Langnau, Reiden, Richenthal und Wikon zur Pfarreien Wallfahrt. Ziel der Reise mit dem Car war das Kloster Engelberg. Der von Pfarrer Patrick Ledergerber gehaltene Gottesdienst in der Klosterkirche bot einen schönen Einstieg für den gemeinsamen, besinnlichen Tag.

Bei der anschliessenden Führung durch die Klostergänge zum Barocksaal, dem von Bruder Columban Louis mit Intarsien ausgestattete Tugendenzimmer und der renovierten Klosterkirche erfuhren die Gäste spannendes aus der Geschichte der Benediktinerabtei im Bergtal am Fusse des Titlis. Die Mönche im Kloster Engelberg leben nach den Benedictusregeln und gehören zur Schweizerischen Benediktinerkongregation. Geschildert wurde, was seit der Gründung des Ordens gleichgeblieben ist und was sich zwischenzeitlich verändert hat. Die wichtigsten Tätigkeitsbereiche des Klosters heute lassen sich mit den Begriffen Seelsorge, Bildung, Gastfreundschaft, Handwerk, Kulturpflege, Förderung der örtlichen Landwirtschaft beschreiben.

Im Gästerefektorium endete die Führung. Nach so viel geistiger Nahrung war es an der Zeit, für das leibliche Wohl zu sorgen. Mit einem köstlichen 3-Gang Menü aus der Klosterküche stärkten sich alle für die Zeit zur freien Verfügung. Diese wurde genutzt für einen gemütlichen Spaziergang durch Engelberg, den Besuch der Klostergärtnerei oder der Schaukäserei. Auch die Bänkli im Klostergarten boten Platz zum Entspannen.

Ein Tag voller neuer Erkenntnisse und schönen Gesprächen ging dem Ende entgegen. Auf der Rückfahrt wurde die Organisationsarbeit von Pfarreisekretärin Alexandra Arnet mit Applaus verdankt, denn alles verlief wie am Schnürchen.

Text und Bilder: Beatrix BIll


Die Instrumentalisierung der Gottesmutter Maria für kirchenpolitische und politische Ziele

Am 22. Mai ging im Pfarreizentrum Reiden die Reihe: «Impulse und Denkanstösse zu einem missionarischen Kirche-Sein heute» weiter. Referentin war die Reidenerin Jutta Kunz Schürch, die zum Thema: «Patrona Luzernae. Weltliche und geistliche Mission im nachtridentinischen Luzern - Maria im konfessionspolitischen Programm Mitte des 17. Jahrhunderts» referierte.

Konkretes Fallbeispiel war der Marienwallfahrtsort Hergiswald, an dem gezeigt wurde, wie die Marienverehrung von geistlichen und weltlichen Eliten befördert wurde, um eigene Machtinteressen durchzusetzen. Der Vortrag wurde durch eine klar aufgebaute und aussagekräftige Powerpoint-Präsentation unterstützt, so dass dem Publikum klar wurde, welche konfessionspolitischen Interessen in der Zeit der Gegenreformation bzw. der katholischen Reform und welche politischen Interessen etwa zur Disziplinierung des Volkes nach dem Entlebucher Bauernaufstand mit der Marienverehrung durchgesetzt wurden. So fungierte Maria zum einen konfessionspolitisch als

Integrations- und Identifikationsfigur des «einen, wahren, katholischen Glaubens». Neu errichtete Kirchen und Wallfahrtskapellen markierten die konfessionellen Grenzen, wobei die katholischen Territorien durch den in Anspruch genommenen Schutz der Gottesmutter sakralisiert wurden. Zum anderen wurde die Marienverehrung in den Dienst der politischen Interessen der Obrigkeit genommen, etwa bei der Disziplinierung der Untertanen nach dem Entlebucher Bauernaufstand, wie sie sich etwa in der Entlebucher Sühnemedaille zeigt.

Beim anschliessenden Apéro wurde die Gelegenheit genutzt die verschiedenen Themen zu vertiefen und weiter zu diskutieren.

 

Bilder: Esther Hirsiger/Text: Mathias Mütel


Christus hat nur unsere Hände

Für 14 Kinder aus Richenthal und Langnau war der letzte Aprilsonntag ein ganz besonderer Tag. In der Marienkirche Langnau standen sie – begleitet von Eltern, Verwandten und Bekannten – zum ersten Mal am Tische des Herrn.

Der Ehrentag der Erstkommunionkinder stand unter dem Leitspruch „Christus hat nur unsere Hände“. Mit Katechetin Vreni Vogel hatten die Kinder einen feierlichen Gottesdienst vorbereitet, in dem sie zu Beginn aufzeigten, wie sie mit kleinen Taten im Alltag dem gewählten Motto gerecht werden können.

Hände finden vielseitige Verwendung, war in der Geschichte aus dem Land Kophtanien zu erfahren. Den Gottesdienstbesuchern wurde  in Erinnerung gerufen, dass sie zum Gruss, wie auch zur Versöhnung gereicht werden können. Mit ihnen werden auch Tränen von den Wangen gewischt oder sie streichen sanft durchs Haar, um zu trösten. Dank dieser neuen Erfahrung kehrte bei den Kophtaniern mehr Freude, Glück, Geborgenheit und gegenseitige Wertschätzung ein.

„Ja, Gott hat nur unsere Hände und Herzen. Sie sind es, die das Leben in der katholischen Kirche gestalten“, erklärte Pfarradministrator Jaroslaw Platuński in seiner Kurzpredigt, bevor der grosse Augenblick für die Erstkommunikanten angerückt war. Nach der Taufgelübde-Erneuerung reichte ihnen der Priester das heilige Brot.  

Lehrerin Ruth Geiser, die mit den Erstkommunionkindern für die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes besorgt war, durfte ebenso einen verdienten Dank entgegennehmen wie Katechetin Vreni Vogel. Die Richenthalerin war nach 30 Jahren zum letzten Mal für die Vorbereitung der Erstkommunikanten zuständig.  

Nach der Messe wurde im Pfarrsaal ein Apéro serviert. Die Musikgesellschaft Richenthal-Langnau – die bereits den Einzug begleitet hatte – spielte dabei zu einem Ständchen auf.

Text und Bilder: Emil Stöckli


Impressionen Palmsonntag


Liebe Angehörige der Pfarreiengemeinschaft Langnau, Reiden, Richenthal und Wikon

Wie am 8. April 2019 vom Bistum der Öffentlichkeit mitgeteilt wurde, hat Bischof Felix Gmür Mathias Mütel ab 1. Juli 2019 zum Bildungsverantwortlichen des Bistums ernannt.

Nachfolgend finden Sie den Link zur Mitteilung des Bistum Basel.

Hier anklicken: Mathias Mütel wird Bildungsverantwortlicher des Bistums


Versöhnungsweg

Jesus sagt: „Wer von euch noch nie etwas falsch gemacht hat, der werfe den ersten Stein!“ Johannes 8,7

Am 22. März 2019 durften die Viertklässler aus Langnau und Richenthal in der Kirche Langnau den Versöhnungsweg gehen. Pünktlich kamen die Kinder mit ihren Begleitpersonen in die Kirche.

Sie machten sich auf den Weg, gingen von Posten und Posten, machten sich zusammen mit der Begleitperson Gedanken und spürten dann auch, dass nicht alles richtig und gut war, was sie zu Hause, in der Schule, in der Freizeit – aber auch gegenüber Gott getan oder eben nicht getan hatten.

Am Ende des Weges durften die Kinder zu Herrn Platunski in die Sakristei gehen. Herr Platunski spendete  den Kindern bei einem kurzen Gespräch das Sakrament der Versöhnung.

Den letzten Posten fanden die Kinder im Pfarreisaal. Dort durften sie einen Stein bemalen, welchen sie als Andenken mit nach Hause nehmen durften.
Zum Abschluss gab’s  noch etwas zu trinken und etwas Kleines zu essen …


Mit unseren Fähigkeiten können wir viel Gutes tun.
Leider passieren uns aber immer wieder Fehler … und doch verurteilt Gott uns nicht. Er fordert uns aber auf, das Böse nicht mehr zu tun.

Jeden Tag schenkt Gott  uns also einen Neuanfang – sofern wir dies wollen – sofern wir uns bemühen – sofern wir umkehren … 

„Wer von euch noch nie etwas falsch gemacht hat, der werfe den ersten Stein!“
Diese Worte von Jesus mögen uns immer wieder zum „Nachdenken“ anregen, und zugleich vom „Urteilen“ und vom „Verurteilen“ abhalten …

Wir wollen daran denken:
In jedem Sakrament sagt uns Gott seine unfassbar grosse Liebe auf ganz besondere Art und Weise zu.

Ganz herzlichen Dank

- an Herrn Pfarrer J. Platunski  für die Zeit, die er sich für das Spenden des Sakramentes genommen hat
- den Kindern für das gute Mitmachen
- den Begleitpersonen für das Mitgehen auf dem Versöhnungsweg

- den Eltern für die Unterstützung
- allen, die irgendeinen Beitrag zum guten Gelingen geleistet haben

H. Bühler  und V. Vogel, Katechetinnen


Taufecke in Langnau neu gestaltet

Am 16. März kamen die Ministranten der Pfarreien Langnau und Richenthal zu einem bunten Nachmittag zusammen. Während eine Gruppe mit Mathias Mütel mit Kapla-Steinen u.a. Kirchengebäude errichtete, gestalteten Joana Tinner, Priska Haas, Fabiola Desku und Maria Ginaj mit Alexandra Mütel die Taufecke der Langnauer Kirche neu.

Nach einem Entwurf von Alexandra Mütel wurde eine grosse Holzplatte mit einem Fotomosaik gestaltet. Thema des Bildes ist das Wasser als Element der Taufe. Dazu wurden hunderte kleiner Bilder mit Darstellungen von Wasser zurechtgeschnitten und mosaikartig zu einem nuancenreichem neuen Bild zusammengesetzt. Die Arbeit daran zog sich bis in den Abend; die Mühen aller wurde mit einem gemeinsamen Pizzaessen belohnt.

Auf dem fertigen Kunstwerk werden wie gewohnt die von den Taufeltern gestalteten Muscheln präsentiert. Im Gottesdienst am 23. März wurde die neue Taufecke schliesslich eingeweiht.

Alexandra Mütel


Der Missionarische Auftrag der Kirche

Am 12. März fand im Pfarreizentrum Reiden ein Podiumsgespräch zum Thema «Der missionarische Auftrag der Kirche» statt, welches von Mathias Mütel, Pastoralassistent, moderiert wurde. Die beiden Referenten Mario Stankovic, Fachverantwortlicher der Jugendpastoral der römisch-katholischen Landeskirche Luzern, und Martin Iten, ein Mitinitiant des Missionsmanifests, vertraten ihre teilweise gegensätzlichen Meinungen.

Das Missionsmanifest war dann auch das erste Thema der Diskussion. Iten legte dar, dass das Ziel sei, das Thema Mission wieder ins Zentrum des kirchlichen Tuns zu stellen. Stankovic hingegen störte sich u.a. an dem im Buch «Mission Manifest» immer wieder auftauchenden Begriff «Bekehrung». Für ihn bestehe die Mission der Kirche darin den Menschen zweckfrei zu begegnen. Es sollte auch kein eindeutiges Ziel festgelegt sein, weil sich in der Begegnung erst die Ziele ergeben sollen. Iten hingegen sagte, dass er die Begegnung mit Jesus, die sein Leben verändert hat und ihn durch die Höhen und Tiefen des Lebens trägt, weitergeben möchte, damit auch andere Menschen diese Erfahrungen machen dürften.

Stankovic kritisierte, dass mit diesem Ansatz nur ein sehr kleiner Anteil der Kirchenmitglieder angesprochen werde. Man müsse ergebnisoffen sein und sich auf die Vorstellungen, Bedürfnisse und spirituellen Ansätze der Mitmenschen einlassen, um relevant zu bleiben. Ziel der kirchlichen Jugendarbeit etwa sei es nicht Menschen zum Glauben und zur Kirche zu bringen, sondern ein Referenzpunkt für junge Menschen zu bleiben. Iten stimmte zu, dass es wichtig sei bei den Menschen zu sein und ihnen zuzuhören, ihm sei es aber wichtig, dass wir als Kirche auch wissen, was wir wollen und was wir anzubieten haben. Ihm komme die Kirche manchmal wie ein Fussballspiel ohne Tore vor, in dem jeder irgendwie spielt, aber keiner weiss, was eigentlich das Ziel ist.

Stankovic hingegen nutzte das Bild der Musik, um die zweckfreie Begegnung zu verdeutlichen: Zwei Menschen sprechen einen Ton und indem sich die beiden Töne begegnen, entsteht ein neuer Ton. Das sei aber nur möglich, wenn man ohne klare Ziele ins Gespräch gehe.

Dementsprechend darf auch der Religionsunterricht nicht indoktrinierend sein, etwa durch das Auswendiglernen von Gebeten. Der Religionsunterricht habe ohne ein gläubiges Fundament in der Familie sowieso keinen Sinn. Dass der Religionsunterricht nicht den Glauben vermitteln solle, fand Widerspruch aus dem Publikum und auch bei Iten. Letzterer bestätigte aber die zentrale Bedeutung der Familie für die Glaubensunterweisung. Er zitierte dazu Augustinus mit den Worten: «Das Leben der Eltern ist das Buch, in dem die Kinder lesen.»

Text: Joana Tinner und Priska Haas, Bild: Johannes Pickhardt